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PACA

Hündin, geboren ca. 2011 lebt nun in Deutschland in einer tollen Familie! Sie heisst jetzt LUCY

 

paca

Hallo Leute!
Ich bin´s, die Paca und ich wollte euch heute mal meine Geschichte erzählen. Die ist ganz schön komisch, denn bei mir kommt das Wort „eigentlich“ viel zu oft vor. Ich fange mal von vorne an: EIGENTLICH wurde ich als kleine Straßenhündin vor einigen Jahren an eine rumänische Familie mit Kindern vermittelt und ich hatte den Sprung geschafft, aber dann zogen sie ins Ausland und haben mich nicht mitgenommen. So wurde ich wieder ins Tierheim gebracht und ich habe die Welt nicht mehr verstanden und tagelang geweint und getrauert. Als Lilly mich dann auf Ingrids Fotos entdeckte, hat sie mir spontan eine Pflegestelle in Aussicht gestellt (und sich damals schon gefragt, wie sie es nur schaffen sollte, mich wieder herzugeben) .
Als sie mit Ingrid, Sylvia und Werner in den Herbstferien in Rumänien war, hat sie mich dann kennengelernt. Ich bin eine freche Göre, ziemlich keck und bei Rangeleien immer dabei, weil es mir Spaß macht. Ich glaube, ich bin mindestens so groß wie ein Labrador und mische überall mit, auch wenn andere Hunde wie die Tamu wirklich riesig im Gegensatz zu mir sind, aber ich habe mächtig Selbstbewusstsein und eine große Klappe. Da haben Lilly und Sylvia gedacht, dass das mal heiter werden kann mit mir und Leona, denn die liebt solche Spielchen überhaupt nicht und ist ja so ein Lämmchen von einem Hund.

 

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Der Lilly wurde schon ganz schlecht vor Sorge um ihre Leona, aber ich sollte ja EIGENTLICH nur ganz kurz bleiben, weil ich ja bereits für Leute ausgesucht und reserviert war. Tja, die hatten es sich dann plötzlich anders überlegt und wollten gar keinen Hund mehr, aber ich war bereits unterwegs und gestern vor fünf Wochen kam ich nach sehr langer Fahrt mit Rudi, Baghira und Tamu bei Lilly an. Leona hat mich so freundlich empfangen und willkommen geheißen, dass ich mir überlegt habe, mich gut mit ihr zu stellen und besser nicht mit der Rumzickerei anzufangen. So habe ich die erste Nacht mit Balou und Tiger, den beiden Katern, in der Küche geschlafen, ich habe sie auch kein bisschen gejagt. Ich habe auch kein „Pippi“ in die Küche gemacht und mir Mühe gegeben, hier bloß überhaupt keine Fehler zu machen und dumm aufzufallen.

Die ersten Tage habe ich fast ausschließlich in meinem Körbchen gelegen und mich mal tüchtig ausgeschlafen. Wenn einer vorbei kam, habe ich gewedelt, so viel ich nur konnte und alle zum Lachen gebracht. Ein paar Tage später hatte Jürgen Geburtstag und wir sind in die Eifel gefahren, es war ein goldener Tag im Oktober. Ich durfte ohne Leine laufen und bin kein bisschen abgehauen, leider nur vor Übermut in die Urft gefallen. Die hatte ich übersehen, weil ich zu schnell gerannt bin und nicht mehr bremsen konnte…Hinterher waren wir in einer Kneipe essen und Leona und ich lagen vorschriftsmäßig unter dem Tisch und haben keinen „Piep“ von uns gegeben. Auch das kam gut an bei meinen Leuten! Ich gehe sehr gerne mit Lillys Kindern aus der Schule spazieren, laufe super an der Leine und bin im Dorf mittlerweile bekannt wie ein „bunter Hund“. Bin ja auch bunt! Ich freue mich wie verrückt, wenn der Jürgen von der Arbeit kommt, der begrüßt mich sogar vor seiner Lilly und ist ganz verliebt in mich! Und Lilly legt sich gerne auf den großen Teppich vor dem Kamin und dann kuschle ich mich in ihre Arme, Leona macht das auch so. Da hat der Jürgen gesagt, dass er jetzt EIGENTLICH mal zwei Wochen abwarten möchte, wie es mit mir und Leona weitergeht. Und der sagt EIGENTLICH nie so etwas, weil der sich mit Entscheidungen eher zurückhält.

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EIGENTLICH wollten die schon immer einen richtig großen Hund und Lilly sagt „kleiner Fuzzi“ zu mir, aber EIGENTLICH bin ich ja richtig groß, weil ich mich doch so fühle! Obwohl ich jetzt nicht mehr so viel herumstänkere, ich bin im Grunde meiner Seele nämlich total lieb. Tja, mit Leona verstehe ich mich blendend und das hätte eigentlich keiner so richtig erwartet. Wir spielen ganz toll, liegen eng zusammen und mögen uns einfach. Wenn wir einem frechen Hund im Wald begegnen, stelle ich mich quer vor sie und zeige meine Zähne. Falls dann einer Ärger will, wäre ich nicht abgeneigt, Leona sofort zu verteidigen und den Ärger zu liefern. Ein großer schwarzer Hund winselt schon, wenn er mich nur sieht und macht einen Riesenbogen um uns. Und kläffen mag ich auch nicht mehr, ich bin jetzt ein ganz anderer Hund. Ach ja, ich heiße jetzt auch Lucy, das gefiel mir auch besser als „Paca“, was nämlich nicht etwa „Frieden“, sondern „Tintenfass“ bedeutet.

Als Lilly den Jürgen vor ein paar Tagen fragte, wann unsere vereinbarte „Frist“ ablaufen würde, da sagte er, die sei EIGENTLICH schon seit Wochen abgelaufen und wir jetzt keine halben Sachen mehr machen. Passte rechnerisch EIGENTLICH gar nicht. Aha! Wir haben alle zusammen gelacht….und wollen jetzt ein richtig schönes Halsband kaufen. Ich fühle mich hier so was von zu Hause und noch etwas, im Vertrauen: EIGENTLICH wollte ich von Anfang hier bleiben und nie mehr weg müssen. Brauche ich auch nicht!! Ich habe mir mein Zuhause ausgesucht und gefunden! So sieht es aus, Leute. Jetzt lege ich mich vor den Kamin, ich will nie mehr frieren und bevorzuge mein lauschiges Plätzchen. Bis bald!
Eure Lucy

 

August 2015

paca

 

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Paca hat lange darunter gelitten, dass sie von ihren Menschen verlassen wurde, hat geweint, viel gekläfft und getrauert. Doch inzwischen hat sie sich in ihr neues Leben gefunden, rennt fröhlich mit den anderen Hunden um die Wette und ist sehr verspielt.
Aber von Menschen gestreichelt zu werden, ist immer noch das Größte für sie.
Paca ist quietschlebendig, verschmust, verspielt, zauberhaft, wunderschön und von der Größe her wirklich handlich. Sie ist eine durchaus auch selbstbewusste Hündin und lässt sich von den anderen nichts sagen. Ein Traumhund .

 

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Juni 2015


Paca war aus dem Tierheim Gheorgheni vermittelt. Doch nun geht ihre Familie ins Ausland und kann sie nicht mitnehmen und hat sie abgegeben.

 

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